03.08.2026
Resulution gegen Gewalt an kommunalen Politikern und ehrenamtlichen Helfern

Wer sich engagiert, soll nicht alleinstehen

Viele Menschen halten Petershausen am Laufen. Sie engagieren sich in Vereinen, bei der Feuerwehr, in sozialen Einrichtungen, in der Gemeindeverwaltung oder im Gemeinderat. Sie organisieren Feste, kümmern sich um andere, treffen Entscheidungen und übernehmen Verantwortung.

Wer sich öffentlich einbringt, erlebt nicht nur Zustimmung. Kritik gehört dazu und muss möglich sein. Eine Entscheidung darf deutlich kritisiert werden. Auch Bürgermeister, Verwaltung und Gemeinderat müssen sich Fragen und Widerspruch stellen.

Eine Grenze ist aber erreicht, wenn nicht mehr über eine Entscheidung gesprochen wird, sondern ein Mensch persönlich herabgesetzt, eingeschüchtert oder bedroht wird. Auch Unterstellungen, bewusst verkürzte Darstellungen und wiederholte persönliche Angriffe können Menschen und ihre Familien stark belasten.

 

Gemeinsam Rückhalt geben

Genau darum ging es bei der von den Freien Wählern eingebrachten Resolution.

Sie sollte kein neues Gesetz schaffen und niemandem Kritik verbieten. Sie sollte ein gemeinsames Zeichen setzen. Wer sich für Petershausen engagiert und deshalb persönlich angegriffen wird, soll wissen, dass die Gemeinde nicht wegschaut.

Dieser Rückhalt sollte für alle gelten. Für Gemeindebeschäftigte, Ehrenamtliche, Vereinsverantwortliche, Feuerwehrleute, Gemeinderatsmitglieder und für alle Menschen, die sich für unser Zusammenleben einsetzen.

Eine solche Erklärung kann einen Angriff nicht ungeschehen machen. Sie kann aber zeigen, dass Betroffene nicht allein gelassen werden und dass persönliche Einschüchterung in Petershausen nicht als normal hingenommen wird.

 

Selbstverständlich zeigt sich im Handeln

In der Diskussion wurde darauf verwiesen, dass Respekt und Gewaltfreiheit selbstverständlich seien und dass diese Resulution zuviel Bürokratie wäre.

Doch Selbstverständlichkeit zeigt sich nicht darin, dass man darüber schweigt. Sie zeigt sich darin, dass eine Gemeinschaft gemeinsam Haltung zeigt, wenn ein Mensch Unterstützung braucht.

Die Resolution fand im Gemeinderat keine Mehrheit. Ihr Anliegen bleibt dennoch wichtig.

Denn eine Gemeinde lebt nicht nur von Straßen, Gebäuden und Beschlüssen. Sie lebt vor allem von Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Diese Menschen verdienen Kritik an ihrer Arbeit, wenn sie berechtigt ist. Sie verdienen aber auch Schutz und Rückhalt, wenn Angriffe persönlich werden.

 

Den Antrag kann man hier nachlesen.

 

Symbolbild: KI generiert