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Neue Mittelschule: Top oder Flop?

Eva Gottstein (MdL) und Josef Mittl, Erster Vorsitzender FW Petershausen (Foto: FW)

Ein hundertprozentiges „Top“ hat die Landtags- Abgeordnete Eva Gottstein (FW) dem Modell Mittelschule nach einem Jahr Erfahrung zwar noch nicht aussprechen wollen. Doch von einem „Flop“ könne erst recht keine Rede sein, so die Landespolitikerin im Landgasthof Schmiedwirt bei einem Themenabend der Freien Wähler Petershausen zur Mittelschule. Diese nämlich sei – „ebenso wie es die Hauptschulen waren“ – besser als ihr Ruf. Das mehrgliedrige Schul-System habe sich durchaus bewährt.


Rund zwei Dutzend Interessierte waren zur Info-Veranstaltung „Neue Mittelschule: Top oder Flop? – Erfahrungen nach einem Jahr Betrieb“ gekommen. In seiner Begrüßung erinnerte Josef Mittl, erster Vorsitzender der Freien Wähler Petershausen, daran, dass die Mittelschule zu Beginn mit nur wenig Begeisterung aufgenommen wurde. Befürchtungen, die Mittelschule würde nur als „eine Art umbenannte Hauptschule“ – und hinter  vorgehaltener Hand als gefühlte Rest-Schule für Übriggebliebene – fungieren, hätten vor einem Jahr viele Kritiker der Reform umgetrieben.
Doch die Zahlen, die Referentin Eva Gottstein, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der
Freie-Wähler-Landtagsfraktion in Bayern, präsentierte, sprachen eher für einsetzende
Akzeptanz des neuen Modells sowie eine Stabilisierung der Schülerzahlen. „Es zeichnet
sich nach der Grundschule in etwa ein 40-30-30-Bild ab (40 Prozent Übertritte aufs
Gymnasium, je 30 auf Realschule und Haupt-/Mittelschule), da darf man nicht von Rest-
Schule sprechen“, so Gottstein. Vielmehr gelte es, Selbstvertrauen der Schüler, Motivation und Qualifikation des Personals sowie die Wertschätzung für die angebotenen Mittelschul - Abschlüsse allgemein noch weiter zu stärken.
Auf Gottsteins Wunschzettel – nicht nur für die Mittelschule, sondern bezüglich der ganzen Bildungs-Landschaft Bayerns – standen als Fazit und Ziel-Vision unter anderem bessere Unterrichtsqualität, mehr Lehrer, ein geweiteter Blick auf die Lebenswelt der Schüler (auch auf Elternhäuser oder persönliche Kompetenzen junger Leute) sowie mehr Eigenständigkeit
und Budget-Verantwortung der Schulen, um standortspezifischer handeln zu können.
In der Diskussion wurde aus dem Auditorium vor allem angeregt, echte Anerkennung auch
für Schulen abseits des Gymnasiums zu fördern. Und verstärkt auf qualitätvolle sowie
pädagogisch hochwertige Vermittlung von berufsorientierten Schlüssel-Qualifikationen
und erster Betriebs-Praxis zu achten (fw/km).