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Windkraft - Petershausen informiert sich.

© Erich Kraus
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Das Thema Windkraft wird derzeit landkreisweit kontrovers diskutiert. Da sich auch die Gemeinde Petershausen an der Festlegung von Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen beteiligt, ist es den Freien Wählern Petershausen ein Anliegen, den Bürgern frühzeitig die Möglichkeit der neutralen Information zu bieten. Gelegenheit dazu bot sich in einer von dem Petershausener Gemeinderat Dr. Ernst Nold (FW) organisierten Besichtigungsfahrt zu zwei Windkraftanlagen in der näheren Umgebung. Rund 40 Interessierte aus allen Gruppierungen haben diese Einladung angenommen, und machten sich in Fahrgemeinschaften aus Privat-PKWs und Kleinbussen auf den Weg zur Windkraftanlage Ammerfeld nahe Rennertshofen. Dort wurden sie von Bürgermeister Ernst Gebert (FW) und Herbert Kugler, dem Betreiber der Anlage, erwartet. Diese schilderten die Abläufe der gemeindlichen Bauleitplanung und berichteten von den Einsprüchen einiger Anwohner aus dem Nachbarbezirk.  Mit einer Nabenhöhe von 138 Metern und einem Rotordurchmesser von 82 Metern ist Ammerfeld die größte Windkraftanlage in Bayern, und speist seit 2009 etwa 4.200.000 kWh Strom pro Jahr ins Netz. Alle gesetzlichen Vorgaben wurden bei der Genehmigung eingehalten. Zwei unabhängige Windgutachten bestätigten einen wirtschaftlichen Betrieb der Windkraftanlage.

Anschließend stand die Windkraftanlage in Sünzhausen bei Schweitenkirchen auf dem Programm, deren Nabenhöhe 98 Meter beträgt und die einen Rotordurchmesser von 66 Metern aufweist. Auch der dortige Betreiber der Anlage, Andreas Huber, berichtete über die Erfahrungen mit der Anlage, die seit 2003 in Betrieb ist und von einer Gesellschaft von 14 Landwirten finanziert wurde. Die Anlage speist jährlich etwa 2.500.000 kWh ins Netz ein, was dem Strombedarf von ca. 1000 Haushalten entspricht.

Die Besucher konnten viele Fragen an die Betreiber stellen. Wichtig war ihnen aber auch der persönliche Eindruck. Viele empfanden die Windkraftanlagen bei weitem nicht so das Landschaftsbild störend, wie sie vermutet hatten. Der Schatten der sich langsam drehenden Rotorblätter kann bei Betroffenen unangenehme Gefühle auslösen, wenn sie sich im Zentrum des Schattenwurfs aufhalten. Viele waren gespannt auf die akustische Wahrnehmung: „Hört man die Anlage und wenn ja, wie laut ist sie?“. Für die Besucher stand danach fest, dass man Windkraftanlagen schon hören kann, „es klingt wie ein Flugzeug in sehr weiter Entfernung“, sobald das Geräusch aber durch andere Einflüsse wie etwa Autos, oder auch Regen überdeckt wird, ist von den Rotoren nichts mehr zu hören. Für diese Eindrücke wurde auf der Rückfahrt von Ammerfeld ein Extrastopp im Abstand von etwa 800 Meter zur Windkraftanlage eingelegt. Die Teilnehmer waren zuletzt beeindruckt von der Tatsache, dass die Windkraftanlagen im Vergleich etwa zu Biogasanlagen nur einen winzigen Bruchteil an Fläche benötigen, um eine große Menge an Strom zu erzeugen, „die Windkraft ist hier an Effizienz unschlagbar“ so Herbert Kugler.