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Inklusion

© Erich Kraus

Die Freien Wähler Petershausen hatten zu einem Informationsabend zum Thema „Inklusion“ eingeladen und die Vorsitzende Maria Luise Lehle konnte mit der Rosenheimer Bezirksrätin Christine Degenhart eine Referentin begrüßen, die nicht nur durch ihr Mandat, sondern vor allem auch als Sprecherin der Beratungsstelle „Barrierefreies Bauen“ der Bayerischen Architektenkammer viel Erfahrung in diesem Umfeld mitgebracht hat. Der Begriff „Inklusion“ betrifft nahezu alle Bereiche des alltäglichen Lebens, wird aber meistens für die „inklusive Schule“ verwendet – also den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung, in dem der Vielfalt der unterschiedlichen Lernvoraussetzungen von Beginn an Rechnung getragen wird. Ein aktueller Gesetzesentwurf aller Fraktionen im Bayerischen Landtag soll die Umsetzung der UN-Behindertenrechts-Konvention vor allem auch im schulischen Bereich gewährleisten. Damit soll betroffenen Eltern die Möglichkeit geboten werden, ein behindertes Kind wohnortnah in einer Regelschule gemeinsam mit nicht behinderten Kindern lernen zu lassen. Christine Degenhart erläuterte die Begriffe wie „Partnerklasse“, „Kompetenzzentrum“ oder „Profilklasse“, sie beschrieb, welch spannender Prozess hier angestoßen wurde, beispielsweise soll ein „Tandem“ aus einer Regelschullehrkraft und einer Förderlehrkraft die Inklusion wirklich praktisch verwirklichen, was für alle beteiligten Kinder große Chancen birgt, nicht nur für die behinderten Kinder, dies konnte eine Zuhörerin aus der Praxis bestätigen. Auch Skepsis stand im Raum, so befürchtet ein Zuhörer, dass „bereits bestehende Strukturen durch einen Parallelbetrieb“ eventuell ausgebremst werden könnten. Tenor war allerdings, dass der klare Wunsch nach Selbstbestimmung, ein von behinderten Menschen immer wieder eingefordertes Ziel, mit der inklusiven Schule bei optimaler Lehrerunterstützung ein großes Stück weit auf den Weg gebracht werden kann. Christine Degenhart stellte fest, dass die Inklusion erst am Anfang eines Prozesses steht, es wird in der nächsten Zeit für alle Beteiligten wichtig sein, gemeinsam Wünsche zu äußern und Lösungen zu entwickeln.

Freie Wähler PetershausenDen interessierten Zuhörern fiel von Beginn an sehr positiv auf, dass Christine Degenhart auf ihren eigenen Wunsch hin bewusst Stimmen, Erfahrungen und Meinungen der interessierten Zuhörer auf- und mitnehmen wollte – dadurch konnte ein intensiver Erfahrungsaustausch entstehen. „Näher kann Politik nicht an die Menschen gebracht werden“, bedankte sich Maria Luise Lehle in ihrem Schlusswort.