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Mittelschule

Eva Gottstein: Wer finnische PISA-Ergebnisse will, braucht auch finnische Klassenstärken und finnische Lehrerzahlen!

Bildungspolitische Sprecherin der Freien Wähler im Landtag präsentiert in Petershausen das Mittelschulkonzept der FW.

Ihren zweiten Infoabend des Jahres 2010 am 8. März beim Schmiedwirt nutzten die FW Petershausen, um mit der bildungspolitischen Sprecherin der FW-Landtagsfraktion, Eva Gottstein MdL, über die Zukunft der Hauptschule zu diskutieren. Die Moderation des Abends übernahm dabei FW-Kreisrätin Elisabeth Kraus.

Zum zweiten Infoabend 2010 der Petershausener FW konnte Vorsitzende Maria Luise Lehle neben der bildungspolitischen Sprecherin der FW-Landtagsfraktion, Eva Gottstein, wieder zahlreiche Mitglieder und Gäste, darunter diesmal auch den zweiten Bürgermeister Wolfgang Stadler und Gemeinderat Eduard Meßthaler (beide SPD) begrüßen, um anschließend die Aufgabe der Moderation des Abends Kreisrätin Elisabeth Kraus zu übergeben.

Frau Gottstein stellte dem Mittelschulkonzept der Staatsregierung mit seiner Aufsplitterung in eigenständige Mittelschulen, Mittelschulen im Schulverbund und Hauptschulen das Modell der Freien Wähler zur Beruflichen Mittelschule gegenüber. Dieses hebe sich – so die bildungspolitische Sprecherin der Landtags-FW – vor allem durch seinen reformpädagogischen Ansatz mit einer durchgängigen individuellen Förderung des einzelnen Schülers im Wege der inneren Differenzierung von den Plänen der Staatsregierung ab. Dadurch sei es möglich, alle Schüler im Rahmen einer zehnjährigen Pflichtschulzeit zum mittleren Schulabschluss, mindestens aber zum Quali, zu führen.

Das Modell von Kultusminister Spänle, bei dem übrigens auch die Klassen M7 und M8 wieder wegfallen würden, bleibe hier auf halbem Wege stecken, da eine solche Förderung dort nur in den Jahrgangsstufen 5 und 6 vorgesehen sei.

Besonderes Augenmerk werde beim FW-Modell der Beruflichen Mittelschule auf die Vermittlung von Kernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen sowie auf die Wertevermittlung gelegt. Wöchentliche Praxistage in Zusammenarbeit mit der örtlichen Wirtschaft und mit den Berufsschulen gehörten ebenfalls zum Pflichtprogramm. Natürlich gehe das alles, so Gottstein, nur mit kleineren Klassen und mehr Personal. Aber, so stellte sie auch klar, die Erhöhung der Lehrerzahl sei der Knackpunkt eines jeden Reformansatzes. Wer finnische PISA-Ergebnisse wolle, müsse auch den finnischen Personalaufwand an den Schulen und die finnischen Klassenstärken übernehmen. Die immer wieder heftig diskutierte Frage der Schulstruktur (ob dreigliedrig oder als Gesamtschule) sei dafür unerheblich.

Ein entscheidender Vorteil des FW-Modelles sei es, dass dabei auch kleine Hauptschulen erhalten bleiben und zu Mittelschulen umgewandelt werden könnten, denn die im Spänle-Modell vorgesehene äußere Differenzierung nach Berufsprofilen – die für die Umsetzung an einer Schule eine Mindestschülerzahl von ungefähr 300 voraussetze – finde bei der Beruflichen Mittelschule der FW nicht statt. Und ein von den Gemeinden zu organisierender und zu finanzierender Schülerbustourismus innerhalb von Schulverbünden aus mehreren kleineren und notgedrungen auf ein bestimmtes Profil spezialisierten Schulen entfalle ebenfalls.

Die anschließende lebhafte Diskussion legte offen, wie sehr die Frage nach der Zukunft der wohnortnahen Hauptschule die Menschen beschäftigt.

Dabei zeigten die einzelnen Wortmeldungen, dass insbesondere das bestehende negative Bild der Hauptschule in der Öffentlichkeit die Schüler und ihre Eltern zunehmend beunruhigt. Dass diesem schlechten Image durchaus reale Defizite zugrunde liegen, war allen ebenso klar wie die Tatsache, dass die Ursache eines großen Teiles dieser Mängel wie fehlende Leistungsbereitschaft oder die Vernachlässigung von sogenannten Sekundärtugenden wie Höflichkeit und Zuverlässigkeit nicht primär im Verantwortungsbereich der Schulen oder gar der Lehrer liegt.

Aufgabe der Bildungspolitik und damit des Bayerischen Landtages sei es aber, bei der notwendigen Weiterentwicklung der Hauptschule endlich die Kernprobleme in Angriff zu nehmen.

Bezogen auf das Mittelschulmodell der FW brachte es eine der Teilnehmerinnen auf den Punkt: „Das ist die Schule, die wir brauchen!“

Frau Lehle verwies am Ende der Diskussion darauf, dass bereits am 10. März 2010 um 19.00h eine weitere Veranstaltung der FW auf Landkreisebene zum Thema Mittelschule in der Waldgaststätte Röhrmoos Gelegenheit zur Fortsetzung der Debatte biete. Als Teilnehmer aus dem Landtag seien dabei neben Eva Gottstein auch die Landtagsabgeordneten Martin Güll von der SPD und Bernhard Seidenath von der CSU vorgesehen.

Aus Anlass des Weltfrauentages ließ es sich die Vorsitzende der FW Petershausen schließlich nicht nehmen, die anwesenden Frauen mit Rosen zu verabschieden.


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