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Fantasy in den Dachauer Nachrichten
Leserbrief zum Bericht in den Dachauer Nachrichten vom 20.11.08 „Elisabeth Kraus kritisiert Bürgermeister“
Die Leser der Lokalredaktion erwarten zwar eine sachliche und präzise Berichterstattung, dennoch mögen viele durchaus bereit sein, zugunsten der Pressefreiheit Abstriche von diesen Idealvorstellungen zu nehmen. Überrascht ist der großmütige Zeitungsleser dann doch, wenn er in Berichten freie Dichtkunst findet.
So geschehen bei dem Artikel von Walter Hüber mit der Überschrift „Elisabeth Kraus kritisiert Bürgermeister“. In dem Artikel werde ich zwei Mal namentlich erwähnt mit folgendem Text: „Elisabeth Kraus (Freie Wähler) übte Kritik“, schreibt Herr Hüber, „denn er (Fuchs) habe die Frage nach den Kosten der Krippenplätze nicht beantworten können…“„Ebenso sei sein Engagement bezüglich des Baus weiterer Radwege unzureichend, sagte Kraus“.
Was wird mir hier vom Schreiber in den Mund gelegt? Unbestritten ist - diese zwei Themen sind durchaus diskussionswürdig. Allerdings habe ich mich auf keiner der vier Bürgerversammlungen zu diesen Punkten zu Wort gemeldet oder in irgendeiner Form öffentlich geäußert.
Der Leser der Dachauer Nachrichten darf erwarten, dass auch zu Petershausener Themen korrekt recherchiert und berichtet wird, denn der Leser würde die Zeitung gerne als verlässliche Quelle ansehen. Die Medien als vierte Gewalt unserer Demokratie tragen eine gewisse Verantwortung und schon deswegen wäre eine klare Trennung zwischen Sachbericht und Fantasy wünschenswert.
Elisabeth Kraus, Petershausen
Chaotische Berichterstattung, Krippenplätze
Nicht Frau oder Herr Kraus haben sich auf der Bürgerversammlung zum Thema Kinderkrippe geäußert.
Ich, Andrea Stang, habe eine Anregung von Bürgern weitergegeben. Nachdem die Gemeinde eine Umfrage bei jungen Eltern gemacht hat und die Anzahl der benötigten Plätze im Krippenbereich abgefragt hat, war die Anzahl der positiven Rückläufer sehr hoch. Im nach hinein musste ich feststellen, dass keinerlei Kostenrahmen genannt wurde. Bevor die Gemeinde in eine detailliertere Planung oder sogar in den Bau einer Einrichtung geht, sollten diese Zahlen möglicht genau ermittelt werden.Nach vielen Gesprächen mit Eltern weiß ich, dass diesen der zu erwartende Kostenrahmen nicht klar ist. Und die Bereitschaft einen Platz zu belegen wesentlich davon abhängt, wie hoch die Kosten sind. Wenn Bürgermeister Fuchs sagt, er könne keine Kosten nennen, dann ist das meines Erachtens nur vorgeschoben. Von den umliegenden Gemeinden ist durchaus bekannt, was ein Platz in etwa kostet. Sicherlich ist es mühsam eine zweite Anfrage hinterher zu senden. Die Kosten der Planung und des Baus der Krippe, die mit allem drum dran wohl 1,5 Millionen Euro betragen werden - rechtfertigt dies jedoch allemal.
Andrea Stang, Gemeinderätin der Freien Wähler Petershausen
Einseitiges Engagement des Bürgermeisters.
Traurig ist es das der Schreiber der doch bedeutenden Dachauer Nachrichten nicht zwischen Mann und Frau unterscheiden kann. Ein kleiner Hinweis, ich trage einen Bart.
Nicht Frau Elisabeth Kraus sondern ich, habe auf der Bürgerversammlung in Petershausen folgende Frage gestellt: Warum setzt sich Herr Bgm. Fuchs so einseitig für Wege ein. In Kollbach hat er den Bau des Bürgersteigs an der Rettenbacher Straße versprochen. Warum tut er es nicht im gleichen Maße für den Weg zum Waldkindergarten und für den Fahrradweg von Ziegelberg und Obermarbach nach Petershausen? Diese Verbindungen sind wesendlich wichtiger als ein fehlender Gehsteig innerorts an einer Straße in Kollbach. Zumal dort gibt es mit 100 m Umweg eine sichere Verbindung. Eine solche Alternative fehlt für die Wege zum Waldkindergarten und nach Obermarbach und Ziegelberg. Auch ist das gefahrenpotential auf diesen Strecken wesendlich höher.
Eine konkrete Antwort auf diese Frage habe ich nicht bekommen. I
Ich habe vorher als Mitglied des Vorstandes des „Verein für Ortsverschönerung und Gartenbau“ Herrn Bgm. Fuchs gebeten, er möge neben der Agenda Gruppe den Verein für Ortsverschönerung mit in das Leitungsgremium aufnehmen. Dies sagte er mir sofort zu und bat seine Sekretärin das aufzunehmen. Im nach hinein musste ich jetzt erfahren, dass auf der entsprechenden Sitzung das dann von Ihm doch nicht so eingebracht wurde. Auf nachfrage von Gemeinderäten erklärte er, ich habe das Missverstanden und er werde das mit mir klären. Auf diese Klärung warte ich wohl bis zur nächsten Wahl.
Erich Kraus Petershausen


