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Marbacher- und Bahnhofstraße

Anlieger kommen zu Wort. Gemeinderäte der Freien Wähler im Dialog

Am Sonntag, 22.März haben die Freien Wähler Petershausen alle Bürger zu einer Diskussion zum Thema Sanierung der Bahnhof- und Marbacher Straße eingeladen. Rund 30 Petershausener, hauptsächlich Anlieger der Marbacher Straße, haben den Abend durch ihre Redebeiträge zu einer gelungenen Veranstaltung gemacht.


Nach der Begrüßung durch die Vereinsvorsitzende, Maria Luise Lehle, gab die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Andrea Stang, einen kurzen Abriss der letzten Ereignisse zu diesem Thema: Vom Antrag der Bürgerinitiative Umgehungsstraße e.V. auf Reparatur durch Aufbringen einer neuen, durchgängigen Asphaltdecke vom Gewerbering bis zur Bahnhofstraße im Herbst 2008, über den Antrag der Freien Wähler im Januar 2009 auf eine zeitnahe Sanierung der Straßen, bis zum Beschluss im Februar 2009, die städtebauliche Rahmenplanung weiterzuführen und dem jetzt vorliegenden Vorschlag der Gemeinde, mit dem Ausbau der Bahnhofstraße von der Drogerie Hecht bis zum Bahnhof zu beginnen.

Rolf Schwerdtfeger, als ein Vertreter der Bürgerinitiative Umgehungsstraße, wünschte zunächst ein Abfräsen der Fahrbahndecke und Aufbringung einer durchgängigen Asphaltschicht, um die Lärm- und Erschütterungsemissionen zu reduzieren. Diese Maßnahme solle der Gemeinde das nötige Zeitfenster verschaffen, erst nach dem Bau der Umgehungsstraße die grundlegende Sanierung zu realisieren. Die größten Bedenken der Anwohner bestanden darin, dass wenn die Bahnhof- und Marbacher Straße erstmal saniert sei, die Umgehungsstraße wohl nicht mehr gebaut werde. Denn dann hätte man ja eine gut zu befahrende Straße und eh kein Geld mehr für die Umgehung. Die Kosten für die gewünschte Reparatur werde wohl nicht viel teurer werden, so vermutete man, als die Flickschusterei, die über die Jahre immer wieder gemacht werden müsste. Bei der grundlegenden Sanierung der Straßen scheinen die Anlieger nur dann bereit, Grund für einen beidseitigen Gehweg abzutreten, wenn die Umgehungsstraße gebaut ist. Diesen Trumpf hätte man auch noch in der Hinterhand, so die Aussage einiger Anwohner.


An die Adresse der Gemeinde gerichtet, meinte Rolf Schwerdtfeger noch, dass sie unbedingt Prioritäten setzen müsse. Nur so könne sie den Bau der Umgehung und die Sanierung der Bahnhof- und Marbacher Straße realisieren. Fasse man diese Grundsatzbeschlüsse nicht, werde nie Geld im Haushalt zur Verfügung stehen, weil andere, sicher auch nötige Aufgaben dazwischen kämen. Vorbereitende Maßnahmen für den Bau der Umgehungsstraße wurden bereits unter Bürgermeisterin Elisabeth Kraus getroffen. So der Bau des Abschnitts von Göppertshausen bis zum Kreisverkehr am Park&Ride-Parkplatz und der Kauf von Tauschgrundstücken für die Weiterführung der Umgehungstrasse bis zur Jetzendorfer Straße.


Zum Schluss der Veranstaltung, die unter dem Motto 10 Jahre Freie Wähler Petershausen e.V. stattfand, bedankte sich die Vereinsvorsitzende Maria Luise Lehle bei den Besuchern für das Kommen und die zahlreichen Wortmeldungen.


Antrag angenommen. Die Freien Wähler Petershausen forderten die zügige Sanierung der Marbacher Straße und der Bahnhofstraße.

© Kraus

„Die Aussage des Bürgermeisters Fuchs, es würden noch 5-6 Jahre vergehen, bevor die  Marbacher Straße saniert würde,  ist das falsche Signal“ ….sagt Andrea Stang, die Fraktionssprecherin der FW Petershausen. Anlass ist der Antrag der Freien Wähler, der Gemeinderat soll den Zeitplan für die Sanierung der Marbacher- und Bahnhofstraße beibehalten und die im Haushalt eingestellten Gelder nicht anderweitig verpulvern.

Die Sanierung der Bahnhofstraße und der Marbacher Straße musste wegen der klammen Finanzen zunächst verschoben werden. Doch bereits seit letztem Jahr steht der Zeitplan für die Sanierung und Mittel sind im Haushalt eingeplant.
„Wir verstehen den Wunsch der Anlieger, nach einer schnellen Lösung. Doch wir befürchten, das Zudecken der Probleme mit einer neuen Teerschicht schiebt die notwendige Grundsanierung in weite Ferne“, so die Fraktionsvorsitzende.
Die Marbacher Straße und die Bahnhofstraße sehen viele Bürger als einen Schandfleck für Petershausen. Ruiniert durch den Schwerlastverkehr während des ICE-Baus wurden beide Straßen in den letzten Jahren nur notdürftig geflickt. Der letzte Gemeinderat hatte eine klare Vorstellung. Für das Jahr 2008 waren die Mittel für Voruntersuchungen eingeplant, 2009 sollten die Planungen abgeschlossen werden und ab 2010 sollten die Bauarbeiten beginnen. Zuerst die notwendigen Sanierungen von Wasser und Abwasserleitungen, dann die Straßenbaumaßnahmen. In der Bauausschusssitzung im Dezember wurde bekannt, dass es der Bürgermeister versäumt hat, die notwendigen Voruntersuchungen zu beauftragen. Damit zeichnen sich die ersten Verzögerungen ab.   © Kraus

Es geht jetzt nicht darum, ein paar Quadratmeter Straße neu zu teeren. Es geht vielmehr darum, eine dauerhafte Verbesserung zu erreichen. „Der Ort braucht ein  neues Kleid, nicht einen seidenen Flicken auf eine alte Jeans“

Der Antrag wurde am 29. Jan. 2009 mit kleinen Abänderung angenommen.

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