Seiteninhalt
Solarpark Kollbach - Petershausen
Klare Mehrheit für Freiflächensolarpark
59 % für die Zukunft - „Vernunft und Weitblick haben in Petershausen die Oberhand behalten.“ so schreibt es der Kommentar der Dachauer Süddeutschen Zeitung. 1253 Petershausener stimmten gegen die Begrenzung der Freiflächensolaranlagen auf eine Fläche von maximal 5 ha. Bereits im Frühjahr hatten die Freien Wähler eine Podiumsdiskussion in Kollbach initiiert, bei der lebhaft das Für und Wider diskutiert wurde. Jetzt liegt es am Bürgermeister, dem Gemeinderat ein schlüssiges Konzept vorzulegen. Wichtig ist, d...„Strom vom Acker“ – Eindrücke von der Podiumsdiskussion in Kollbach
Die Freien Wähler Petershausen gaben Bürgern die Möglichkeit, sich über die zwei geplanten Freiflächen-Photovoltaikprojekte zu informieren und ihre Fragen einem mit Fachleuten besetzten Podium vorzubringen.
Das Nebenzimmer reichte für die ca. 150 Zuhörer nicht aus. Auch in der Stube wurde ein Lautsprecher aufgestellt damit alle die Diskussion verfolgen konnten.
Maria Luise Lehle, die Vorsitzende der Freien Wähler Petershausen, begrüßte Besucher und Gäste. Unter ihnen die Bürgermeister aus Haimhausen und Pfaffenhofen an der Glonn. Dort kommt bereits der Strom vom Acker.
Anschließend übernahm Gemeinderätin Andrea Stang die Moderation des Abends und bat die Podiumsteilnehmer ihre Sichtweise kurz darzustellen.
André Luh, Projektentwickler der Phoenix Solar Energy in Sulzemoos umriss die Schritte vom Baubeginn bis zur Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage.
Johann Groß, aktiver Landwirt und FW-Kreisrat aus Bergkirchen, stellte das Für und Wider aus Sicht eines landwirtschaftlichen Betriebs dar.
Torsten Wende, ehemaliger Bürgermeister aus Haimhausen, berichtete von den positiven Erfahrungen, die die Gemeinde Haimhausen seit 2 Jahren mit einer 4-Hektar-Anlage gemacht hat.
Reiner Mühe, stellvertretender Vorsitzender der BundNaturschutz-Ortsgruppe Petershausen, nannte die Auflagen, die aus seiner Sicht bei der Realisierung der Projekte eingehalten werden müssten.
Heiko Bartmann, Geschäftsführer von Solarfaktor und potentieller Investor für eines der beiden Projekte beschrieb den Umfang und den Ertrag dieser Anlage, bei der sich sowohl die Gemeinde, als auch die Bürger beteiligen könnten.
Großes Anliegen der Freien Wähler war es anschließend, den Meinungen und Fragen der Bürger Raum zu geben, die diese Gelegenheit intensiv nutzten und von den Themen Landschaftsschutz bis zur Wirtschaftlichkeit der Anlagen ihre Anfragen an die Podiumsteilnehmer richteten.
Es stellte sich schnell heraus, dass die Kollbacher Bürger grundsätzlich für die technischen Möglichkeiten der Photovoltaik sind. Viele von ihnen haben bereits private Anlagen auf ihren Dächern. Vor allem die Größe der beiden Projekte mit 40 Hektar sahen aber viele als einen zu massiven Eingriff in die Natur und in das Landschaftsbild. Mit Fragen wie „Warum Kollbach?“, „Ist nicht auch eine Anlage wie in Haimhausen mit 4 Hektar bereits rentabel?“, „Welche Abstände müssen zu meinem Grundstück eingehalten werden – gibt es eine Wertminderung?“, „Warum muss der Netzanschluss in Kranzberg erfolgen?“, „Was ist, wenn die Sonne nicht scheint?“, „Sind Furten für Hasen und Rehe vorgesehen?“, und „Wer verdient daran – Rendite gegen Natur?“ konfrontierten sie detailliert die Fachleute.
Diese stellten aus ihrem jeweiligen Blickwinkel klar die Vorteile der Photovoltaik gerade auch für die Natur heraus, z.B. durch die Erhöhung der Artenvielfalt und die Bodenschonung. Sie zeigten die Dringlichkeit der nachhaltigen Energieversorgung aufgrund der immer größeren Versorgungsengpässe bei fossiler Energie (Öl, Gas) auf. Und sie brachten die positiven wirtschaftlichen Aspekte bei einer Beteiligung der Gemeinde oder von Bürgern ins Spiel, die am Gewinn teilhaben könnten.
„ Die Gemeinde Vierkirchen steht genau vor den gleichen Fragen wie Petershausen“, führte Bürgermeister Heinz Eichinger aus. Aus Sicht des Regionalentwicklungsvereins DachauAGIL gab er zu bedenken, ob die ländliche Prägung und der bäuerliche Charakter des Lebensraums durch zu viele Anlagen in der Umgebung noch erhalten werden könne.
Obwohl aufgrund der vorgerückten Zeit nicht mehr jede Frage gestellt werden konnte, nahmen die Zuhörer viele Informationen mit nach Hause. Das taten sicher auch die anwesenden Gemeinderäte. Sie müssen wohl bald eine Entscheidung treffen.
In nur einer halben Stunde sendet die Sonne den Energiebedarf für ein ganzes Jahr zur Erde.
Solarfaktor ist ein Unternehmen, welches mit Hilfe von Fotovoltaik‐Freiflächenanlagen Sonnenlicht erntet und in Strom umwandelt. Vor dem Hintergrund einer völligen Abhängigkeit Deutschlands von Energieimporten, zur Neige gehenden Rohstoffvorkommen, Verteilungskämpfen und stetigen Energiepreissteigerungen, will Solarfaktor mitwirken, Deutschland zu einem Selbstversorger umzugestalten. Dabei setzen wir auf die Fotovoltaik, die uns mittelfristig mit der Sonne eine konkurrenzlos günstige und nach menschlichem Ermessen unendlich verfügbare Energiequelle vor unserer eigenen Haustür zur Verfügung stellt.
Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Standortauswahl. Solarfaktor geht es darum, den Erholungswert der Natur sowie das charakterliche Orts‐ und Landschaftsbild zu bewahren. Aus diesem Grund werden Anlagen nur an Standorten errichtet, an denen die natürliche Vegetation und das Profil der Landschaft eine weiträumige Einsicht der Freiflächenanlage verhindern.
Die regionale Philosophie
Aus der Region für die Region
Solarfaktor versteht sich dem regionalen Prinzip verpflichtet. Fotovoltaik‐Freiflächenanlagen sind eine dezentrale, umweltfreundliche und nachhaltige Möglichkeit für Gemeinden, im Sinne ihrer Bürger vom Wandel der Energielandschaft zu profitieren. Mit der Ansiedlung einer Fotovoltaik‐Freiflächenanlage stehen der Gemeinde Gewerbesteuereinnahmen zu, welche im Sinne aller Bürger in der Gemeinde investiert werden können (z.B. Wegebau, Sanierung öffentlicher Gebäude, Förderung sozialer Einrichtungen, Schuldenabbau etc.).
Auch die Bürger der Gemeinde können sich, unter dem Stichwort „Bürgersolaranlage", an einer solchen Freiflächenanlage beteiligen und somit an einer sehr soliden und langfristigen Geldanlage teilhaben.
Solarfaktor möchte die Finanzierung einem örtlichen Geldinstitut anvertrauen. Auch dies trägt zur Wertschöpfung in der Region bei.
Zu guter Letzt wird angestrebt, den Bau und den anschließenden Betrieb des Solarparks durch ein regional ansässiges Unternehmen durchführen zu lassen. Alles in Allem ist der Wandel unserer Energielandschaft für Gewinnerstraße zu bringen.
Zukunftsweisendes Geschäftsmodell
Solarfaktor beauftragt als unabhängiger Dienstleister erfahrene Anlagenbauer mit der Errichtung der Freiflächenanlage. Diese werden in einem Ausschreibungsverfahren ermittelt, um zu gewährleisten, dass die technisch und wirtschaftlich besten Anbieter zum Einsatz kommen. Im Gegensatz zu einem Einzelunternehmen ist es Solarfaktor möglich, flexibel auf die besonderen Anforderungen vor Ort einzugehen und den Anbieter auszuwählen, der die lokalen Erfordernisse am besten umsetzen kann.
Technische Daten der geplanten Anlage in Kollbach
Nennleistung:
Stromertrag: Selbstversorgungsgrad: Flächenbedarf:ca. 10 Megawatt (pro Jahr)
ca. 11 Millionen Kilowattstunden (pro Jahr)
30 % Sonnenstrom in Petershausen
33 Hektar (1 % des Gemeindegebiets)Globalstrahlung: Investitionsvolumen:
1148 kWh/m²
33 – 38 Millionen EuroVermiedenen Ölimporte:
CO2‐Einsparung:1,1 Millionen Liter Öl (pro Jahr)
ca. 10,45 Millionen Tonnen (pro Jahr)Gewerbesteueraufkommen:
Gemeindebeteiligung: Bürgerbeteiligung:ca. 1 Million Euro (20 Jahre)
ja, wenn gewollt (Beteiligungsvolumen: 0 – 100%)
ja (Mindestbeteiligung noch offen)










