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Regionale Energieoffensive

"Das Geld des Dorfes dem Dorfe"

Die „Regionale Energieoffensive“ ist eine Initiative der Freien Wähler Landtagsfraktion mit dem Ziel, Bürger und Lokalpolitiker über die Herausforderungen der Energieversorgung aufzuklären und von der Notwendigkeit und den Möglichkeiten einer Energiewende zu überzeugen. Dabei setzen die Freien Wähler bei den Kommunen an und fordern eine dezentrale Energieerzeugung durch regenerative Energien.

Im vollbesetzten Landgasthof Ostermair in Kollbach fand jetzt auf Einladung der Freien Wähler Petershausen die 54. Veranstaltung dieser Art statt.

Der Ersten Vorsitzenden Maria Luise Lehle war es eine besondere Freude, neben dem Hauptreferenten des Abends, dem Fachreferenten für Umwelt und Energie der Landtagsfraktion Gottfried Obermair, auch noch zwei Landtagsabgeordnete begrüßen zu können: die Betreuungsabgeordnete für den Landkreis Dachau Claudia Jung (MdL) und die Bezirksvorsitzende der Freien Wähler Oberbayern Eva Gottstein (MdL). Claudia Jung und Eva Gottstein brachten in ihren Grußworten zum Ausdruck, wie wichtig die Umsetzung der in der Landesdelegiertenversammlung vom 24.04.2010 in Bad Rodach mit eindeutiger Mehrheit verabschiedeten Inhalte für alle Kommunen und Bürger ist: „Wir brauchen eine gute Energieversorgung, über die wir vor Ort mitbestimmen können“.

Gottfried Obermair ging in seinem Vortrag zunächst auf den aktuellen Status der Energiebereitstellung ein, zeigte danach sehr detailliert die Auswirkungen auf die Stromversorgung nach der teilweisen Abschaltung einiger Atomkraftanlagen auf, und wies auf das große Gefahrenpotential bei der Endlagerung hin (Garantie für Castor-Behälter nur maximal 40 Jahre).

Im zweiten Abschnitt seines Vortrags eröffnete er die Handlungsfelder für die Kommunen. Im Bezug auf die Atomkraftwerke stellte er klar „Abschalten allein geht nicht“ – die notwendigen Maßnahmen zur Energiewende können somit nicht allein bei den Kommunen halt machen, sondern sie müssen auch in den einzelnen Haushalten umgesetzt werden. „Energiewende ist sichtbar“ – das reicht von Maisfeldern zur Biogasgewinnung, über großflächige Photovoltaikanlagen, bis zu Windrädern.  Energiewende ist aber auch machbar – „Energieverbrauch vermeiden, Energieeffizienz steigern und Erneuerbare Energien ausbauen“. Die Möglichkeiten reichen von praktischen Beispielen aus dem Haushalt (kein Kühlschrank mit Gefrierfach mehr, wenn der Gefrierschrank im Keller steht), über die Verbesserung und Verbreitung von intelligenten Stromnetzen und Endgeräten in der Infrastruktur („Smart Grid“) bis zum idealerweise in einer Bürgergenossenschaft betriebenen Windradprojekt (dessen potentielle Standorttauglichkeit und gleichbleibende Effizienz vorab 1 Jahr durch Messungen sichergestellt werden sollte). Bei der Projektierung müssten die Bürger von Anfang an offen eingebunden werden.

Gottfried Obermair konnte in seinem lebendigen Vortrag die Zuhörer erreichen, wachrütteln und nachdenklich machen, ohne sie mit technischen Details zu erschlagen.

Dass sie genau zugehört hatten, zeigte sich anschließend in der durch viele Beiträge bereicherten Diskussion.

Maria Luise Lehle bedankte sich bei den zahlreichen Besuchern für Ihr Interesse und lud zu einer von den Freien Wählern  Petershausen am 08. 0ktober organisierten Besichtigungsfahrt zur größten Windkraftanlage Bayerns (Ammerfeld bei Rennertshofen) ein.

Anmeldungen werden von Josef Mittl, Tel. 08137/1075 und Dr. Ernst Nold, Tel. 08137/304190 oder von Frau Lehle in der Drogerie Hecht, Tel. 08137/5257 entgegen genommen.