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Parker nicht unnötig bestrafen
Die Bauausschussmitglieder aus der Fraktion der Freien Wähler fordern, vor dem Beginn der Überwachung des ruhenden Verkehrs in Petershausen
- die bereits vorhandenen Parkflächen in der Nutzung optimieren. Zum Beispiel kann der befestigte und unbefestigte Teil der Parkflächen östlich der Bahnlinie intensiver genutzt werden, wie eigene Bewertungen vor Ort gezeigt haben.
- bei weiterem Bedarf Alternativen in Zusammenarbeit mit der Inzell-Initiative zum herkömmlichen Individualverkehr anzustoßen, z.B. eine Mitfahrzentrale, bessere Busverbindungen oder ähnliches.
Begründung:
Zum Nutzerkreis der P&R-Flächen zählen neben unseren Gemeindebürgern vor allem Pendler aus den Nachbargemeinden. Wildes Parken ist an der Tagesordnung. Auch wir sehen die Probleme, die daraus für die Anwohner und die Gemeinde entstehen und halten eine Überwachung für erforderlich. Allerdings nicht, bevor den Nutzern eine reelle Chance gegeben wird, sich korrekt zu verhalten.
Der Bahnhof Petershausen wird von besonders vielen Pendlern genutzt, weil er neben dem S-Bahn-Anschluss auch attraktive Zugverbindungen bietet.
Die Zahl der Parkplätze reicht mittlerweile nicht mehr aus. Viele parken daher aus der Not heraus falsch. Die vom Bürgermeister vorgeschlagene intensive Überwachung des ruhenden Verkehrs führt zu zahlreichen Strafmandaten, die die Nutzer des Bahnhofs Petershausen gewaltig verärgern werden. Auch Gemeindebürger finden nicht immer freie Parkplätze, obwohl sie derzeit noch alleine den Unterhalt der Parkplätze finanzieren – ja, in Zukunft müssen sie dann auch noch für Strafzettel bezahlen. Laut Standortanalyse fließen aus den Nachbargemeinden jährlich 8,9 Mio. Euro in den Petershausener Einzelhandel! Verärgerte auswärtige Bahnnutzer werden in Petershausen weniger oder gar nicht mehr einkaufen.

Wir können unter den oben genannten Voraussetzungen derzeit einer Überwachung des ruhenden Verkehrs in Petershausen nicht zustimmen.



